Bilder: Was aus der Konfliktspirale hilft

 
Gewaltverzicht

Gewaltverzicht

Der Weg selbst führt schnurgerade in die Ferne. Wenn man sich Schilder und Fahne wegdenkt, nur den Weg in der freien Natur im Bild lässt, ist das ein einfaches Bild mit frohen Farben. Der Maler hat in diese naive Szene eingetragen, womit man auf seinem Weg rechnen muss: mit der gewaltbereiten Natur des Menschen. Sie muss begrenzt werden. 

 

"Wenn ein Konflikt zu eskalieren droht oder bereits eskaliert ist, bleibt als oberstes Gebot der Verzicht auf eine körperliche Schädigung oder Bedrohung des Gegners."

Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

Kommentar

Recht am Bild: Arbeitsstelle kokon 

 SichtwechselSichtwechsel

Das Bild zeigt , dass die Mauer die wesentliche Rolle spielt – sie trennt den lebendigen vom wüsten Bereich. Die Mauer zu überwinden und zu sehen, dass beide auf einem Boden wachsen, dass der Konflikt beide beeinträchtigt, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg aus dem Konflikt. Das ist der erste Schritt eines Sichtwechsels.

Auf die andere Seite zu klettern und die Perspektive des anderen einzunehmen, macht den Weg zu einer konstruktiven Lösung frei. Das ist der zweite Schritt eines Sichtwechsels.

„Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist.“ (Indianische Lebensweisheit)

So ein Perspektivenwechsel verändert das Gesamtbild und gibt mir die Gelegenheit, meine Situation und auch die des anderen in dieses neue Bild einzuordnen. Mein Urteil wird anders ausfallen als vorher, ich werde frei zur Entwicklung neuer Ideen für eine Veränderung, die mir und dem anderen entgegen kommt.

Aber, auch das wird deutlich, der Weg über die Strickleiter ist mit Schwierigkeiten verbunden – es ist ein wackliger Weg, eventuell riskant, es kostet Kraft und eigene Balance, die Sprossen hinaufzusteigen. Was für ein gelungenes Bild für die Veränderung der eigenen Sicht, die so wichtig, aber auch so schwierig ist.

Man könnte das Bild auch so deuten, dass erst der anstrengende Weg über die Strickleiter, der Perspektivwechsel mit dem anderen, von der Seite des Todes auf die Seite des Lebens führt.


 

"Einseitige Schuldzuweisungen behindern massiv die konstruktive Auseinandersetzung mit Konflikten. Wird der Konflikt als gemeinsames Problem erkannt, eröffnen sich neue Sichtweisen."

Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Recht am Bild: Arbeitsstelle kokon

Gesprächsbereitschaft

Gesprächsbereitschaft
Ein Telefonhörer baumelt von einem Stehtisch herab. Im Hintergrund ein Regal voller Bücher und Akten, in einem kalten blau gezeichnet. Der Tisch und selbst das altmodische Telefon wirken dagegen warm, hier wäre einer dran, der reden will. Da können alle Fakten und Erkenntnisse der Bücher nicht mithalten:
ein Mensch will reden, Wärme vor einem kalten Hintergrund. Einer ist gesprächsbereit – jetzt muss nur noch einer rangehen.

 

"Ohne Kontakt zur anderen Konfliktpartei sind die Wege für eine Entschärfung des explosiven Konfliktpotentials verbaut.
Gespräche können eine erste Definition des Konfliktgegenstandes ermöglichen.
Chance: Die Gefahr von Missverständnissen verringert sich."

Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Recht am Bild: Arbeitsstelle kokon

Dialogfähigkeit

Dialogfähigkeit
Zahnräder – große, kleine, in verschiedenen Farben – greifen ineinander und können widerstandslos bewegt werden - und bewegen. 

 "Über den Dialog lernen die Kontrahenten, sich als Konfliktpartner zu begreifen.
Dann wächst die Bereitschaft, eine gemeinsame Lösung zu suchen."

Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V. 

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Recht am Bild: Arbeitsstelle kokon

Vermittlung

Vermittlung
Eine Kluft zwischen zwei behauenen Steinblöcken. Stufen führen auf beiden Seiten nach oben und enden am Abgrund. Eine Behelfsbrücke überwindet den Abgrund. Wie vorübergehend auf die Kluft gelegt, um ein Zueinanderkommen zu ermöglichen: Vermittlung 

"Wenn ein Dialog nicht zustande kommt, ist die Lage keineswegs hoffnungslos. Häufig hilft es in einer solchen Situation, eine „Dritte Partei“ um Vermittlung zu bitten."

Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V. 

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Recht am Bild: Arbeitsstelle kokon

Vertrauen

Vertrauen
Eine Kluft zwischen zwei Hügeln, vom Menschen in großer Höhe überbrückt. Über die steinerne Brücke fährt ein alter Dampfzug. Vertrauen in Technik, Vertrauen in menschliche Fähigkeiten. Wenn dieses Vertrauen keine Basis hat, droht ein schreckliches Unglück. Das Leben steht auf dem Spiel. Im Alltag haben wir dieses Vertrauen so oft. Im Konflikt ist Vertrauen das erste Opfer. 

"Konfliktbearbeitung braucht Vertrauen. Deshalb werden einseitige Handlungen unterlassen und das eigene Vorgehen transparent gemacht."

Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V. 

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Recht am Bild: Arbeitsstelle kokon

Fair-Play-Regeln

Fair-Play-Regeln
Eine Guillotine, ein Schafott. Symbol der Gewalt. Während der Französischen Revolution sind viele Köpfe der Macht gerollt. Keine Sicherheit schützt vor dem Fallbeil. Da liegt ein Baum über dem Ausschnitt für den Hals des Delinquenten. Wenn das Beil jetzt fällt, beschädigt es den Baum. Doch es muss stecken bleiben. Vielleicht nicht einmal tief in der Rinde bleibt es stecken.  

 "Für die Konfliktbearbeitung werden gemeinsame Regeln vereinbart. Sie betreffen alle Aspekte des miteinander Umgehens. Vertraulichkeit ist notwendig. Das Vertrauen wächst, wenn sich die Konfliktpartner fair verhalten."

Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V. 

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Recht am Bild: Arbeitsstelle kokon

Empathie

Empathie
Gewitter. Schwarze Wolken, Blitze, Sturmwind. Eine Rose steht beschirmt im Vordergrund. Mitten im Unwetter ein Refugium. Empathie.

 "Im Dialog oder über die Vermittlung gelingt es, die Sichtweisen, Zwänge und Interessen des Konfliktpartners zu verstehen und im eigenen Vorgehen zu berücksichtigen. Umgekehrt wächst die Bereitschaft, Verantwortung für den eigenen Konfliktanteil zu übernehmen."

Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V.

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Recht am Bild: Arbeitsstelle kokon

GemeinsamkeitenGemeinsamkeiten
Zwei Hochhäuser - Autogiganten. Hoch und mächtig und reich. Rivalen auf dem Markt. Arbeitgeber für Tausende. Und dann:  Blumenkästen hier und dort.

"Die Gemeinsamkeiten und nicht mehr die Unterschiede werden von den Konfliktpartnern zunehmend erkannt. Eine Annäherung an die jeweiligen Überzeugungen und Werte findet statt."

Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V. 

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Recht am Bild: Arbeitsstelle kokon

Interessenausgleich

Interessenausgleich
Rot und Blau. Zwei Farben aus zwei Düsen. Unvereinbar. Und dann? Rot – Lila – Blau.
Ihr Zusammenkommen ergibt etwas Neues.

 

"Ein neues Verhältnis zwischen den Konfliktparteien entwickelt sich. Im idealen Fall wird eine Lösung gefunden, in der die Interessen beider Seiten mindestens teilweise befriedigt sind. Versöhnung wird möglich."

Verein für Friedenspädagogik Tübingen e.V. 

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Recht am Bild: Arbeitsstelle kokon

  

Bilder von Helmut Farrnbacher, Nürnberg