Eskalationsstufen

 

 

 
1. VerhärtungStandpunkte erhärten sich, prallen aufeinander

In einem fairen und offenen Gespräch der Betroffenen können die Bedürfnisse, die  hinter den verschiedenen Standpunkten stehen, gehört werden und Grundlage für eine Lösung sein.

2. Debatte

Polarisation im Denken, Fühlen und Wollen, Schwarz-Weiß Denken

siehe Verhärtung
3.Taten statt Worte

„Reden hilft nichts mehr"- Taten, Strategie der vollendeten Tatsachen

Wenn das gemeinsame Gespräch nicht mehr zu einer einvernehmlichen Lösung führt, kann eine neutrale Person des Vertrauens das Gespräch moderieren.

4. Images -Koalitionen

Parteien manövrieren sich gegenseitig in negative Rollen, bekämpfen sich, Werbung um Anhänger

Spätestens jetzt empfiehlt es sich einen professionelle/n Mediator/in in den Prozess einzubeziehen

5. Gesichtsverlust

Öffentliche und direkte Angriffe, die auf Gesichtsverlust des Gegners zielen

siehe Images/Koalition
6. Drohstrategien

Drohung und Gegendrohung, Konfliktverschärfung durch Ultimatum

Es kann sein, dass die Mediation jetzt nicht mehr wirksam ist. Die Beteiligten haben ein hohes Bedürfnis, dass ein Schiedsrichter von außen ein faires Urteil fällt. (freiwilliges/verpflichtetes Schieds-verfahren).

7. Begrenzte Vernichtungsschläge

Der Gegner wird nicht mehr als Mensch gesehen. Begrenzte Ver-nichtunsschläge als „passende Antwort"

siehe Drohstrategien
8. Zersplitterung

Zerstörung und Auflösung des feindlichen Systems als Ziel

siehe Drohstrategien, siehe Gemeinsam in den Abgrund

9. Gemeinsam in den Abgrund

Totale Konfron-tation, ohne einen Weg zurück. Die Vernichtung des Gegners zum Preis der Selbstver-nichtung wird in Kauf genommen

Jetzt braucht es einen Machteingriff, um größere Schäden zu verhindern. Die Be-teiligten sind nicht mehr zu konstruktiven Verhandlungen fähig und bereit.

Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl