Mission-EineWelt: Deutschland soll Atomwaffenverbot beitreten

Das evangelische bayerische Partnerschaftszentrum Mission EineWelt hat die Bundesregierung aufgefordert, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Deutschland habe den Vertrag bisher weder unterzeichnet noch ratifiziert. Das Abkommen, das am Freitag (22. Januar) in Kraft tritt, sei inzwischen von 86 Staaten unterzeichnet worden. 51 Staaten hätten den Vertrag ratifiziert, heißt es in einer Mitteilung. Damit trete der Atomwaffenverbotsvertrag völkerrechtlich in Kraft. Er verbiete nicht nur den Einsatz und die Androhung eines Einsatzes, sondern auch Entwicklung und Herstellung, Tests, Transport und Lagerung.

Mit verschiedenen Aktionen feiert Mission EineWelt zusammen mit Friedensaktivisten das Inkrafttreten des Abkommens. An den Sitzen in Neuendettelsau und in Nürnberg werde man am Freitag um 10 Uhr Fahnen mit dem Aufdruck "Nuclear weapons are banned" hissen, hieß es. Der Direktor von Mission EineWelt, Hanns Hoerschelmann, werde eine Ansprache halten.

Im Internet sollen unter den Hashtags #Atomwaffenabschaffen und #nuclearban Video-Beiträge aus den Partnerkirchen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gepostet werden. Zu den Staaten, in denen Partnerkirchen arbeiten und die den Vertrag ratifiziert haben, gehören Costa Rica, El Salvador, Fidschi, Honduras und Nicaragua.

epd 00/0210/21.01.2021, epd lbm jo mu-