Deutscher FriedensCup - 4. Juli 2020
„Um in Frieden leben zu können, braucht es nicht große Worte, sondern viele kleine Schritte.“ Ein Schritt ist der FriedensCup im Rahmen des Fußballfestes „Bunt ist cool" der Evangelischen Jugend in Bayern am 4. Juli 2020 auf dem Gelände des 1. FC Nürnberg.
Fußballbegeisterte aus allen Gliedkirchen der EKD sind herzlich eingeladen! Wie bereits im Vorjahr nimmt eine Mannschaft aus Leer/Ostfriesland am FriedensCup teil.
Sicherheitskonferenz verändern
Vom 14.-16. Februar 2020 findet die Münchener Sicherheitskonferenz statt. Auf ihr werden Fragen der internationalen Zusammenarbeit diskutiert, wobei in der Tradition der "Münchener Wehrkundetagung" militärische Konfliktlösungsmechanismen nach wie vor im Vordergrund stehen.
Die Arbeitsstelle kokon unterstützt das Projekt Münchener Sicherheitskonferenz verändern, das sich für ein gesellschaftliches Umdenken weg von Sicherheitslogik hin zu Friedenslogik und für einen Wandel der MSC hin zu einer "Münchener Friedenskonferenz" einsetzt.
Sie unterstützt auch den Aufruf zur Teilnahme an der Friedensdemonstration des Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz.
Friedenssynode der EKD
Unter dem Titel "Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens" hat sich die 12. Synode der EKD auf ihrer 6. Tagung vom 10.-14.11.2019 in Dresden mit der Friedensthematik befasst.
In ihrer Kundgebung betont sie Gottes Ruf in die Gewaltfreiheit: "Wir folgen Jesus, der Gewalt weder mit passiver Gleichgültigkeit noch mit gewaltsamer Aggression begegnet, sondern mit aktivem Gewaltverzicht." Sie betont die Rolle und die Verpflichtung der Kirche und anderer gesellschaftlicher Akteure bei der Krisenprävention durch nachhaltige Entwicklung, bei der Bewahrung des gesellschaftlichen Friedens. Sie beont die Rolle der EU für den weltweiten Frieden und nimmt Stellung zu Herausforderungen wie Automatisierung und teilautonomisierung von Waffen, Cyberraum und Atomwaffen.
Zur Vorbereitung der Synode ist ein friedenstheologisches Lesebuch erschienen.
Friedensdekade 2019
„friedensklima“, so lautet das Motto der 40. Ökumenischen FriedensDekade, die in diesem Jahr vom 10. bis 20. November 2019 bundesweit durchgeführt wird.
In Bayern ist in diesem Jahr Fürth das Schwerpunktdekanat der FriedensDekade, in dem eine ganze Reihe von Veranstaltungen zum Thema angeboten wird. Das Programm finden Sie hier.
"Frieden geht anders!"
Als Begleitprogramm zur Ausstellung "Frieden geht anders!" findet in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg eine Veranstaltungsreihe im Eckstein statt.
Führung durch die Ausstellung "Frieden geht anders!"
Mittwoch, 09.10.2019, 19:00 Uhr
Ein Schritt zurück vom Abgrund. Filmgespräch zu Erfahrungen aus der Kuba-Krise
Freitag, 11.10.2019, 18:30 Uhr
Für den Frieden in Europa. Die neue Ostpolitik Willy Brandts
Dienstag, 15.10.2019, 19:00 Uhr
Wie geht Frieden heute? Friedens- und Sicherheitslogik am Beispiel Mali
Mittwoch, 23.10.2019, 19:00 Uhr
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
"Können Worte Kriege beenden?"
Für Schulklassen, Jugendgruppen und andere Interessenten bietet die Arbeitsstelle kokon vom 27. September bis 26. Oktober 2019 im Eckstein Führungen durch die interaktive Ausstellung "Frieden geht anders!" an. Dabei berichtet Ministerialrat a.D. Dr. Manfred Günther aus seinen Erfahrungen als Diplomat im Auswärtigen Amt. Der Zeitrahmen beträgt 45-90 Minuten nach Absprache.
"Gut miteinander auskommen"
Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen sich zum Impulstag "Gut miteinander auskommen" am 30. September 2019 von 10:30-17:00 Uhr ins Eckstein einladen. Der Vortrag von Prof. Christian Pfeiffer sowie zahlreiche Workshops gaben Ideen und Anregungen für Friedensbildung in Schule und Gemeinde.
Geflüchtete lernen Friedenstiften
Im vergangenen Schuljahr haben die Schülerinnen und Schüler der Berufsintegrationsklasse der Rummelsberger Diakonie über Frieden nachgedacht.
„In Deutschland ruft man am besten immer die Polizei“, fasst ein äthiopischer Schüler seine Erkenntnisse aus dem Projekt „Jugendliche werden Friedensstifter/-innen“ der EAK zusammen. Jeweils zwei Wochen hat Diakonin Katharina Keinki, Trainerin für Friedensstifter/innen und Lehrkraft in der Berufsintegrationsklasse, mit den beiden Klassen gearbeitet.
Das Ziel: Missverständnissen vorbeugen. „Wir haben uns damit beschäftigt, wie die hiesige Bevölkerung über Gewalt und ihre Entstehung denkt und wie sie Konflikte löst. Die Möglichkeiten mit Konflikten umzugehen und diese überhaupt anzusprechen sind so unterschiedlich, dass es da leicht zu Missverständnissen kommen kann.“, meint Diakonin Keinki. Einmal wurde es schwer für die Schüler. Der Umgang mit Diskriminierung wurde geübt und dazu sollten sich die Schüler deeskalierende Antworten auf Beleidigungen überlegen. „Frau Keinki, Beleidigungen darf man nicht sagen und noch nicht einmal schreiben!“. So bringt eine Schülerin ihre Gefühle zu dieser Übung zum Ausdruck. Immer wieder treten kulturelle Unterschiede zum Tragen. Bei einer Übung zum Eingreifen in Gewaltsituationen stellen die Schüler dann den für sie größten Unterschied fest. „Deutsche lösen ihre Probleme nicht alleine. Bei uns klären die Dorfältesten manchmal auch das Vorgehen bei gravierenden Straftaten.“ Die Straßenverhältnisse und die (aus unseren Kulturkreisen als mangelhaft bewertete) Organisation der Polizei bringt die Menschen vor Ort in diese Situation – oder befähigt sie für solche Lagen. Wahrnehmung, Deutung und Verhalten ist eben doch sehr kulturell geprägt.
Zum Ende des Projektes konnten dann auch Zertifikate zur „Friedensstifter/in“ verteilt werden. „Ich lege das gleich mal zu meiner Bewerbung“, überlegt ein Schüler, der sich gerade für eine Ausbildung zum Altenpfleger bemüht. Er wirkt zufrieden und bereit, seine Erkenntnisse mit seinen Freunden und Bekannten zu teilen.
Vortrag "Suche Frieden und jage ihm nach" in Oberstaufen
Vortrag mit Jürgen Menzel: „Zivile Konfliktlösungen in Krisenregionen – Beispiele des zivilen Friedensdienstes.“ Der Referent war von 2005-07 Friedensfachkraft im Norden des Sudan und kann aus eigener Erfahrung heraus über Chancen und Grenzen des zivilen Friedensdienstes sprechen, z.B. an den Beispielen der Ukraine, des Nordirak und Afghanistans.

