Friedensbitte für den Sonntag Sexagesimä

Du Gott des Friedens,
mit Angst und Sorge blicken wir in die Ostukraine.
Tausende von Menschen sind in diesem Konflikt bereits gestorben, nun stehen sich Zehntausende von Soldaten gegenüber, den Finger am Abzug tödlicher Waffen.
Wir bitten Dich für alle Soldaten an der Kontaktlinie: Stärke ihre Herzen und ihre Nerven, dass nicht eine unbedachte Handlung großes Leid auslöst.
Wir bitten Dich für alle, die im Großen und Kleinen Verantwortung für Politik tragen: Lass sie ihr Heil nicht in Militärallianzen und Machtprojektionen suchen, sondern stärke ihren Willen zum Frieden, ihren nüchternen Blick auf Sicherheitsinteressen und ihre Kreativität für einen friedlichen Umgang mit Spannungen.
Dies bitten wir durch Jesus Christus, den Du als Friedefürst auf diese Welt gesandt hast und der unser Friede ist.
Amen.

 

Friedensgebet in St. Lorenz

St. Lorenz Nürnberg
Bildrechte: creative commons

Angesichts des Ukraine-Konfliktes lädt der Rat der Religionen Nürnberg am kommenden Donnerstag, 17. Februar 2022 um 17 Uhr zu einem multireligiösem Friedensgebet in die Lorenzkirche Nürnberg ein.

„Der Rat der Religionen Nürnberg ist tief betroffen von der bedrohlichen Situation, die sich in der Ukraine entwickelt hat. Mit dem multireligiösen Friedensgebet wollen wir ein Zeichen für Toleranz setzen, für einen Dialog in Konfliktfällen werben und gemeinsam für den Frieden beten“, so Herr Stadtdekan Dr. Jürgen Körnlein, Vorsitzender des Rates der Religionen Nürnberg.

Internationale Münchner Friedenskonferenz 2022

Münchner Friedenskonferenz 2022
Bildrechte: IMFK

Feiern wir den Frieden

Internationale Münchner Friedenskonferenz feiert 20-jähriges Jubiläum im Alten Rathaussaal in München – HYBRID – 18./19.02.2022

 „Feiern Sie mit uns den Frieden und lassen Sie sich inspirieren von den Referentinnen und Referenten der Internationalen Münchner Friedenskonferenz, die sich 2022 zum 20. Mal jährt.“  so Maria Feckl, neue Projektleitung der Konferenz. Der Pandemie angepasst wird an beiden Tagen im Alten Rathaussaal in München in einem HYBRID-Format getagt. Der Trägerkreis der Münchner Friedenskonferenz hat sich verjüngt und wird gestärkt durch Christoph von Lieven, Greenpeace Deutschland, wie auch Dr. Ingrid Pfanzelt und Dr. Josef Raab, IPPNW (Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges – Arzt*innen in sozialer Verantwortung e.V.).

Nukleare Abrüstung und eine neue Ostpolitik ohne Feindbilder sind die Schwerpunkte des Internationalen Forums am 18.02.2022 ab 19 Uhr. Am Samstagvormittag findet der Workshop „Zukunftsfähige Systeme gestalten“ (19.02.2022 von 10 – 12 Uhr) mit Peace for Future statt. Mit den MacherInnen von ‘Peace for Future’ erleben Sie beim diesem Workshop auf praktische Art und Weise die Fähigkeiten und Impulse der jungen Generation zu erkennen und aufzugreifen, um sie für die Gestaltung zukunftsfähiger Systeme einzusetzen. ‘Peace for Future’ ist ein friedenspolitisches Projekt junger Menschen zur Förderung eines zukunftsfähigen Miteinanders, mit den Wurzeln in der Initiative ‘Sicherheit neu denken’. Die Expertenrunde am 19.02.2022 ab 19 Uhr mit namhaften Persönlichkeiten der Friedens- und Umweltbewegung beleuchtet die neue Regierungskoalition: „Ist die Ampel friedens- und zukunftsfähig?“

Thomas Rödl, DFG-VK Bayern ist überzeugt, „eine ‚Sicherheitskonferenz‘, die diesen Namen verdient, muss nach unserer Ansicht militärisches Sicherheitsdenken überwinden und auf gemeinsame Sicherheit durch Interessensausgleich und Kooperation setzen.“  Die Internationale Münchner Friedenskonferenz ist die inhaltliche Alternativveranstaltung zur Münchner Sicherheitskonferenz. Für den Paradigmenwechsel ist eine grundlegende Umschichtung von den hohen Militärausgaben zur Finanzierung von ziviler Konflikt- und Krisenbewältigung nötig. Wir brauchen eine neue Denkweise: Orientierung an globaler Gerechtigkeit, am Gemeinwohl für alle Menschen und im Umgang mit den Ressourcen.

Sicherheitsinteressen statt Kriegsrhetorik

 Beobachter der OSZE bei einer Stellung der ukrainischen Truppen im März 2015
Bildrechte: Von OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine

"Es ist erschreckend, wie der Konflikt in der Ukraine weiter eskaliert und die Gefahr eines Krieges immer größer wird. Hier muss alles getan werden, damit ein solcher Krieg, der großes Leid über die Ukraine und Russland bringen wird, verhindert und eine friedliche Lösung gefunden wird. Ich unterstütze nachdrücklich die Position der Bundesregierung, keine Waffen an die Ukraine zu liefern und diplomatische Lösungen zu suchen. Waffen können kein Teil der Lösung sein, sie würden eher zu einer Eskalation des Konfliktes führen. Viel wichtiger als Waffenlieferungen sind jetzt weitere diplomatische Gespräche, um eine Lösung für diesen Konflikt zu finden. Wir dürfen nicht auf die Kriegsrhetorik hören, sondern es müssen alle Aspekte des Konfliktes beachtet werden. Dazu gehört es auch, die Sicherheitsinteressen Russlands nüchtern in den Blick zu nehmen."

Bischof Friedrich Kramer, Friedensbeauftragter der EKD

Neuer Friedensbeauftragter der EKD: Friedrich Kramer

Friedensbeauftragter der EKD
Bildrechte: Anne Hornemann, EKMD

Landesbischof Friedrich Kramer (57) ist neuer Friedensbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das hat der Rat der EKD in seiner Sitzung am 29.01.2022 in Hannover beschlossen. Der in Greifswald gebürtige Theologe tritt die Nachfolge von Renke Brahms an, der das Amt von 2008 bis 2021 innehatte.

Hier finden Sie die entsprechenden Pressemitteilungen der Evangelischen Friedensarbeit sowie der EKD.

Martin Luther King: "Friede auf Erden"

Martin Luther King
Bildrechte: Von Marion S. Trikosko

„Diese Weihnachtszeit findet uns als ein ziemlich ratloses Menschengeschlecht. Wir haben weder Frieden in uns noch Frieden um uns. Überall quälen lähmende Ängste die Menschen bei Tag und verfolgen sie bei Nacht. Unsere Welt ist krank an Krieg. Wohin wir uns immer wenden, sehen wir seine verhängnisvollen Möglichkeiten. Und doch, meine Freunde, kann die Weihnachtshoffnung auf Frieden und guten Willen unter allen Menschen nicht länger als eine Art frommer Traum von einigen Schwärmern abgetan werden. Wenn wir in dieser Welt nicht guten Willens gegen die Menschen sind, werden wir uns durch den Missbrauch unserer eigenen Werkzeuge und unserer eigenen Macht selbst vernichten.“

In seiner Weihnachtspredigt 1967 in der Ebenezer Baptist Church in Atlanta/USA hält Reverend Dr. Martin Luther King ein eindrucksvolles Plädoyer für eine von Glauben und Liebe getragene Praxis der Gewaltfreiheit, die auch heute noch inspirieren kann im Einsatz für eine bessere Welt.

Friede auf Erden - Eine Weihnachtspredigt

 

Fernsehtipp: Peace by chocolate

19.12.2021 ∙ Weltspiegel ∙ Das Erste
Schokotafeln mit Inspiration. Die Familie Hadhad musste bei den Kämpfen in Damaskus alles aufgeben. Es dauert Jahre bis sie in Kanada Zuflucht finden. Dort stellt die Familie syrisch-kanadische Schokolade her - mit großem Erfolg.
 

Rüstungsexportkontrollgesetz im Koalitionsvertrag

Schon seit langem setzt sich die Arbeitsstelle kokon gemeinsam mit vielen anderen kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren für ein wirksames nationales Rüstungsexportgesetz ein. Wir freuen uns, dass nun im Koalitionsvertrag der "Ampel-Koalition" ein solches Gesetz enthalten ist, wie auch das Vorhaben, Rüstungsexporte an Staaten, die am Jemen-Krieg beteiligt sind, nicht mehr zu genehmigen!

Zürcher Ressourcen-Modell

Seminar im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad von Montag, 13.12., 14.30 Uhr bis Mittwoch, 15.12.2021, 13.00 Uhr
Dieser Kurs ist konzipiert für Persönlichkeiten, die junge Menschen auf ihrem beruflichen und persönlichen Lebensweg begleiten. Das Zürcher Ressourcen-Modell (ZRM) kann hier in vielen Fällen wichtige Hilfen zugänglich machen. Es bietet ein Training, das Menschen ermöglicht, aus ihrer passiven Rolle herauszutreten und sich selbstbewusst neue Ziele zu setzen.